Wählervereinigung im Rödertal e.V.

Gemeinsam für Ottendorf-Okrilla und unsere Ortsteile


 Kommunalpolitik ist uns eine Herzensangelegenheit




Liebe Einwohnerinnen und liebe Einwohner der Gemeinde Ottendorf-Okrilla,

liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,

 

Kommunalpolitik ist konkret und vielfältig. Sie ist unmittelbare, direkte Politik, hier findet ein spürbarer Kontakt zwischen den Entscheidungsträgern und Einwohnern statt. Je besser und effektiver dieser Kontakt ist, desto erfolgreicher ist Kommunalpolitik.


Dieser Aufgabe möchten wir uns mit unserer ehrenamtlichen Arbeit stellen, um konkrete Veränderungen der Wohn- und Lebenssituation in Ottendorf-Okrilla anzuregen und voranzubringen. Dazu benötigen wir auch Ihre Unterstützung und Mitgestaltung.



Neuigkeiten


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12.01.2026

Aufstellungsbeschluss für das Industrie- und Gewerbegebiet Hermsdorfer Berg beschlossen

Am 6. Januar 2026 fand die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr statt. Die Tagesordnung war prall gefüllt. Zwei Themen beschäftigten uns bereits in den Vorberatungen sehr - die Umstellung der Verteilung des Amtsblattes auf Auslagestellen und der Aufstellungsbeschluss für das geplante Industrie- und Gewerbegebiet Hermsdorfer Berg.
So soll ab Mai 2026 das Amtsblatt nicht mehr wie bisher an jeden Haushalt zugestellt werden, sondern kann in Auslagestellen abgeholt oder in einer digitalen Ausgabe gelesen werden.
Schon im Hauptausschuss wurde darüber intensiv diskutiert und die fehlende Bürgernahe bemängelt. Der eigentliche Hintergrund zur Einstellung der Verteilung ist die Einsparung der Kosten für die Zustellung. Doch spart man tatsächlich?
Das war nicht zu klären. So erscheint es fraglich, ob Gewerbetreibende weiterhin ihre Anzeigen veröffentlichen, wenn unklar ist, ob ihre bezahlte Werbung überhaupt beim Bürger ankommt. Das Amtsblatt finanziert sich aber auch genau über diese Werbung.
Ebenso erreichen bspw. Informationen von Vereinen und Organisationen nicht mehr alle Altersgruppen auf dem direkten Weg. Ein großer Nachteil ist, dass gerade ältere und immobile Menschen dann kaum noch Zugang zur örtlichen Berichterstattung haben. Die Auslagestellen beschränken sich aktuell auf Hausärzte, Bäckereien, Pfarrämter und öffentliche Einrichtungen. Die Online-Ausgabe haben momentan lediglich 12 Bürger abonniert. Ältere Menschen werden dieses Angebot nur begrenzt nutzen können. Diese Entscheidung ist für unsere Gemeinde in vielerlei Hinsicht schade, war doch unser Amtsblatt immer ein informatives Angebot an die breite Masse unserer Bürger. Bekanntmachungen, Informationen unserer Einrichtungen und Vereine, Veranstaltungen und die ärztlichen Informationen erreichten jeden.
WiR haben gegen die Abschaffung der bürgernahen Verteilung und gegen die Auslagestellen gestimmt. Das Amtsblatt ist ein Informationsformat, welches allen gleichermaßen zur Verfügung stehen muss.
Ein zweites großes Thema war die Erarbeitung eines Bebauungsplans für das verwaltungsseitig favorisierte Industrie- und Gewerbegebiet zwischen Hermsdorf und Medingen gelegen.
Zahlreich im Ratssaal anwesende Bürger machten bereits in der Fragestunde ihrem Unmut Luft.
So war doch dieses Thema schon seit Jahrzehnten immer wieder einmal ein Thema gewesen. Letztlich sprachen damals nicht nur die fehlende verkehrliche Anbindung und die Lage gegen das Vorhaben. Nun aber fordern die Entwicklungen im Dresdner Norden und fehlende Gewerbeflächen in der Landeshauptstadt ihren Tribut und wecken die Hoffnung auf sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen in unserer Gemeinde. Eine interkommunale Zusammenarbeit soll diese nun bereitstellen.
Dies scheint nachvollziehbar, allerdings ist nicht jeder Standort für Zulieferer der Halbleiterbranche oder großflächige Industrie im Allgemeinen geeignet. Dazu gehört bspw. die Fläche in Hermsdorf.
Das angrenzende Dresdner Gewerbegebiet Promigberg wartet bereits seit 1995 auf eine versprochene Autobahnanschlussstelle, welche aber auch in den nächsten Jahren nicht entstehen wird.
Ein Industrie- und Gewerbegebiet Hermsdorfer Berg könnte jedoch ebenfalls nur über eine Anschlussstelle und eine zusätzliche Anbindung an die S 59 realisiert werden.
WiR haben drei Änderungsanträge zur Beschlussvorlage gestellt. Der umfänglichen Beachtung des Immissionsschutzes und einer zwingenden Anbindung an die S59 und der A4 wurde zugestimmt. Die Beschränkung auf die Ausweisung eines Gewerbestandortes anstelle eines Industriegebietes fand leider keine Mehrheit.
Nicht nur aus diesem Grund konnten WiR letztlich dem Aufstellungsbeschluss selbst nicht zustimmen.



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